Züchtet geile Tauben!
Rainier Piqual am 24.02.09
Sie sind überall in den Städten, flatternd, gehend, pickend. Tauben. Häßliche graue Stadttauben, die ihren Kot an öffentliche Gegenstände schmieren (Und so vielleicht die Erde in einen Bollen aus Morast und Schlacke verwandeln werden: Siehe hier). Wir fragen uns: Kann man da nichts machen?
Natürlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die bloße Taubenanzahl zu maßregeln: Giftköder, Fütterungsverbot, Abschießen, Bejagen mit Greifvögeln (Bundesadler), Futter mit Antibabypille, Futter mit Homosexuellenwirkstoff (Dürfen Homotauben in deutschen Städten zusammen wohnen? Gar Nachwuchs aufziehen?). Oder auch Taubenhäuser, in denen die Tauben betreut und kontrolliert werden und Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden.
Eine Fülle an Optionen, ein sich täglich wiederholender Tauben-Holocaust auch vor deiner Haustür.
Wenn das so weitergeht, wird in 10 Jahren das Thema „Der urbane Massenmord an Straßentauben in deutschen Städten nach der Jahrtausendwende“ Abiturthema sein. Es muß einen anderen Weg geben: Wir müssen weg vom destruktiven Gegeneinander hin zum gemeinschaftlichen Miteinander. Unser Vorschlag dafür lautet: Züchtet geile Tauben!
Keinen garstigen entstellten grauen Kackroboter mehr, sondern wunderhübsche, harmonische Gliedmaßenkompositionen, die in ihrer Mannigfaltigkeit an die Schönheit der Natur appellieren, wie ein indisches Gewürzbord. Rote Kringel, Burberry-Flügel, violette Bewegungsunschärfe, Puzzlemuster oder einfach nur transparent, um nur mal ein paar Beispiele für die Farbvarianz zu geben.
Weiterhin möglich wären Rollen statt Beine, panierte Flügel, die gegen Massentierhaltung protestieren (Streettauben wings an einer weißen Friedenstaube: Protest auf drei Ebenen!). Tauben, die permanent auf einem Fleck Salti vollführen, die ausschließlich rückwärts gehen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Aber, aber – wer kann garantieren, daß diese Merkmale sich fortpflanzen? Man kann das ja alles reinzüchten, die Frage ist nur, ob die Tauben nach den selben Gesichtspunkten die Geilheit ihrer potentiellen Partner beurteilen. Beim Pfau hat’s geklappt, der ließ sich geile Federn wachsen und das Weibchen fuhr voll darauf ab.
Wir glauben, daß dies bei der Taube auch so sein wird. Derartig übelst geile Tauben werden auch von Artgenossen als solche erkannt werden, sogar mit Tauben-Rudelbums muß man rechnen!
Davon wird auch der Stadtmensch profitieren, worum es ja schließlich immer geht.
Weitere Züchtungsvorschläge sind herzhaft willkommen.



