Musikparade: Three Days Grace
Rockie am 31.12.07Liebe Freunde des guten Geschmacks,
nach langer Abstinenz erscheint nun pünktlich zum Jahresausklang eine erneute Ausgabe der allseits beliebten Musikparade. Heute stelle ich euch die kanadische Rockband Three Days Grace vor.
Bereits seit 1997 besteht das Rockquartett um Frontmann Adam Wade Gontier, damals noch unter dem vielversprechenden Namen Groundswell. Da sie damit aber nicht wirklich erfolgreich waren, nannten sie sich von nun an Three Days Grace und veröffentlichten 2003 ihr gleichnamiges Album. Damit stieg ihr Bekanntheitsgrad in Nordamerika rapide, weshalb es nach drei Jahren Zeit wurde, ein neues Album zu veröffentlichen: One-X. In welche Sparte passen die vier Jungs nun? Das ist nicht ganz so einfach; erfinden wir einfach eine neue: post-grunge smooth hard rock for boiled eggs. Ich denke damit kann jeder was anfangen, wenn ihr sie hört, wisst ihr warum.
Nun zurück zu One-X. Was die Jungs da wieder vollbracht haben ist wirklich beachtlich. Ein Meisterwerk. Ich weiß gar nicht welches Lied ich hier als Anspieltipp vorstellen soll, je nach Stimmungslage ist jedes Lied ein echter Knaller.
Während das erste Album noch eine Spur härter klang, spielen die Jungs nun auch ab und an ruhigere Töne an, was das Album satter und runder macht. So geben sich harte Riffs und Trommelgewitter ein Stelldichein mit fast melancholisch anmutenden Klängen und akustischen Gitarren. Ein Feuerwerk der musikalischen Bandbreite und ein Wechselbad der Gefühle. Dieses Album garantiert Gänsehaut. Und daran hat auch die raue Stimme von Adam Gontier seinen Anteil.
Abschließend noch ein paar Lieder, in die ihr unbeding reinschnuppern müsst.
Get out alive (live) – geiler Rocksong, satter tiefer Sound mit einem genialen Intro
Over and over – schöne Rockballade mit Streichquartett
Never too late – satter Rocksound, harte Riffs, teils melancholische Stimmung
Riot – der Titel ist Programm. Hier gehts ab
Animal Ⅰ Have become – Rocksong of the Year 2006 (Billboard).
Bis zur nächsten Folge und einen guten Start ins Neue Jahr,
euer Rockie




Ich habe mir mal alle deine Anspieltipps angehört, meine Empfehlungen sind „Over and over“ und „Animal Ⅰ have become“.
Inwiefern unterscheidet sich „post-grunge smooth hard rock for boiled eggs“ eigentlich von Rock? Kannst du mir das beantworten, lieber Rockmeister?
Auch dir ein gutes neues Jahr!
Nun, Rock hat ja bekanntlich seinen Ursprung im Rock `n`Roll der 40er und 50er, wurde aber unter anderem von Blues und Country stark beeinflusst. Seitdem hat sich die Rockmusik stetig weiterentwickelt; neue Subformen entstanden wie beispielsweise hard rock, punk, grunge usw.
Langsam wurden diese Subformen populärer und erfolgreicher, sie wurden „mainstream“^^. Daran schließt die Post-Grunge-Bewegung an, die, vereinfacht gesagt, einfach den Sound des Grunge kopierten, ihn aber „radiofreundlicher“ machten. Hier schließt mein neues Subgenre an:
„post-grunge smooth hard rock for boiled eggs“ ist somit als eine Art Mischform aus Post-Grunge und Hard Rock der 70er Jahre zu verstehen. Der Zusatz „smooth hard rock for boiled eggs“ steht dabei für den besonderen Sound, den Three Days Grace hier vermitteln: teils harte, satte Riffs, die sich mit ruhigen Passagen abwechseln, in denen teilweise sogar klassische Elemente mit eingebaut werden.
Im Grunde sind die Übergänge der einzelnen Genre aber generell sehr fließend, eine Rockband auf eine dieser Subformen zu beschränken ist kaum möglich. Daher das neue Subgenre: „post-grunge smooth hard rock for boiled eggs“ :-)