Die Kosten einer Akademikerausbildung
Peter Popickel am 26.03.07Einen guten Abend. Ich möchte an dieser Stelle nun auch verstärkt das Tagesgeschehen kommentieren. Dies hatte ich eigentlich von Manfred erwartet, aber der ist ja mittlerweile anderweitig „tätig“. Ich wünsche ihm jedenfalls dafür alles Gute – das kann er brauchen.
Nun zum Tagesgeschehen.
Wie ich heute in der F.A.Z. las, bleibt der Staat auf den Ausbildungskosten für Akademiker sitzen. Besonders Medizinstudenten tun sich hier hervor, da ihnen 265.000 € in Form ihrer Ausbildung mehr zu Gute kommen, als sie nach abgeschlossener Ausbildung an den Staat zurückzahlen. Bei Ingenieuren sind dies 35.000 € und bei Sprach‑ und Kulturwissenschaftlern 45.000 €. Wie lösen wir diese Mißstellung? Es gibt meines Erachtens nach zwei Möglichkeiten: Entweder die Ausbildung muss weniger kosten, oder der Akademiker muss steuerlich stärker belastet werden. Ich schlage eine Kombination der beiden Möglichkeiten vor. Erstens ist es ein Unding, daß jeder Hans und Franz studieren darf und die Hörsäle verpfropft, was sicherlich mitunter auch an der Bildungshoheit der Länder liegt und zweitens könnte man durch die Auflösung des Studienganges Medizin diese Mißstellung schon nahezu ausgleichen, ich habe dies mit meinem Abakus, den habe ich noch von meinem Großvater, der hat damals noch für unsere Kaiser gekämpft, hier in meinem Arbeitszimmer stehen, nachgerechnet. Die Lebenserwartung in Deutschland ist inzwischen so hoch, daß wir die Medizin nicht mehr benötigen, ferner wird ein Großteil des zur Verfügung stehenden Geldes für die „Instandhaltung“, ich benutze dieses Wort mit Intention, der deutschen Greise genutzt, was sich meines Ansehens nach nicht lohnt. Ich selbst bin zwar inzwischen auch schon über 60 Jahre alt, aber wenn ich mit 80 Jahren noch ein künstliches Hüftgelenk brauche, werde ich dankend verzichten. Stattdessen empfehle ich Kombucha; meine Frau macht den selbst mit einem Pilz und rotem Tee. Auf diese Art und Weise kann man die persönliche Lebenserwartung auf einem Niveau halten. In der Medizin muss wirklich rigoros gespart werden, aber hier soll es erst einmal nur um die Studiengangauflösung gehen. Dies werden wir sozialverträglich gestalten, wie es mit einigen Beamtenstellen bereits gemacht wird; geht ein Beamter in Rente, wird kein Nachfolger eingestellt. Genau auf diese Art und Weise werden wir den Sumpf der Medizin trockenlegen. Nebenher werden wir auch das Abitur erheblich aufwerten. Es kann und darf einfach nicht das Ziel sein, daß 30 % eines Jahrganges studieren. Wenn ich da nur an meine Schulklasse denke! Es würde heute Pfand auf elektrischen Strom geben. Deswegen muss die Elite die Elite bleiben. Die Schule muss wieder „schwerer“ werden, von Hans und Franz, sollte, dies wäre wohl am Besten, keiner studieren. Ich fordere ebenso getrennte Schulen für Mädchen und Knaben, da die Mädchen die Knaben nur ablenken. Aber dies steht noch auf einem anderen Blatt.
Einen schönen Abend noch, Wagner.
Ihr Hyperion




das ist ja schon viel geld
Also dazu muss ich auch mal meinen Senf abgeben.
Ich finde, dass nicht nur die Kinder in der Schule getrennt nach Knaben und Mädchen unterrichtet werden sollen. Es darf auch keine Lehrerinnen an einer Knabenschule geben. Ich kann mich noch an meine Internatszeit erinnern, da hatte ich ne richtig scharfe Referendarin, das war so in der 9.Klasse. Abends musste man das ja irgendwie verarbeiten unter der Bettdecke… da geht natürlich viel Energie verloren, die man ins Lernen hätte stecken können!
Ich glaub das is schwer umzusetzen. Wir haben doch nur so wenige Lehrer. Dann können die miesten Jungs ja erstmal gar nich zur Grundschule gehen. Und dann gibt es bestimmt auch noch mehr Lesben und Schwule, weil manche denken es gibt halt nichts anderes. Aber das mit den scharfen Lehrerinnen kann ich bestätigen. Ich hab mich da auf einem Elternabend auch ma reingeritten als ich einer Lehrerin ein Getränk ausgeben wollte. Meine Herren gab das ein Echo! Meine Tochter konnte sich da gut was anhören in der Schule. Im nachinein tut mir das natürlich auch leid, aber Klaus, du hast schon recht, was soll man machen?
Also ich muss mich doch sehr wundern, über die Ausführungen der Herren. Ihr wollt also tatsächlich die Trennung zwischen Männlein und Weiblein hinsichtlich Lehrern und Schülern. Und wenn, soll man da nicht noch viel früher beginnen? Wie wär es z. B. mit männlichen Hebammen schon beim Gebären des männlichen Kindes? Ja, werte Herren, ich weiss, ihr führt jetzt auf, dass manche Hebammen samt behaarter Beine und Frauenbart schon als solche durchgehen können. Diese Scherze kennen wir zu Genüge. Und vor der Schule dann auch schon die Trennung in der Krabbelgruppe und im Kindergarten. Ach ja, ich würde meinen SOhn liebend gern in die Hände eines von Männern geführten Kindergarten geben. Was steht da auf dem Programm? FLiegen quälen, marschieren und Rehe schießen. Wisst ihr, es gibt genügend Knaben, die sich auch das Bedürfnis haben mit Puppen zu spielen, die dann letztendlich in den Mädchenkindergarten verbannt würden. Und nein, schwul wird mein Sohn wg. Barbie sicher nicht.
Wenn also eine Trennung in der Schule, dann bitte auch eine vorher.
Doch letztendlich hat alles eine Entfremdung der Geschlechter zur Folge, und die Vielfalt bei der jeweiligen Entwicklung zum Mann bzw. zur Frau wäre eingegrenzt. So hätte meine beste Freundin Dominik nie ihren Traumberuf Automechanikerin ergriffen, weil sie als Mädchenschülerin gar nicht damit in Kontakt gekommen wär.
Und wie soll es später im Betrieb aussehen, wenn tatsächlich die Vorgesetzte eine Frau sein kann. Nein, das kann nicht gut tun. Man(n) lernt nicht mit Frau nicht umzugehen, mal davon abgesehen, dass es auch so schon schwer zu sein scheint!
Nun Janine, erstmal ein herzliches Hallo!
Ich denke du hast unrecht. Zum einen wäre es Unsinn, schon in der Krabbelgruppe mit der Segregation zu beginnen. Denn eine Frau, bzw. ein Mädchen wirkt erst lernhemmend, wenn der Knabe in die Pubertät kommt, vorher ist das ja noch kein Problem. Ich habe auch früher viel mit Mädchen im Sandkasten gespielt.
Obwohl, ich könnte mir schon vorstellen, dass ein Junge, der in der Pubertät ist und keine Mädchen in seiner Klasse hat, schon auf den Gedanken kommen könnte, sich für das andere Geschlecht zu interessieren. Das wäre natürlich dann ein ernstzunehmendes Problem, denn sowas wollen wir ja auf jeden Fall vermeiden!
Um den Konflikt zwischen Männlein und Weiblein im Betrieb einzugrenzen, müsste man einfach wieder das gute Heimchen am Herd einführen, dann entstehen solche Probleme gar nicht erst. Wenn die Frau wieder für den Haushalt zuständig ist, dann hat sie auch mehr Zeit die Kinder. Gleichzeitig macht sie Arbeitsplätze frei, die Arbeitslosenquote würde auf ein Minimum reduziert und alle sind glücklich und zufrieden.
Lieber Klaus,
da wird wieder die Diskussion losgetreten, die Eva Herman mit ihrem ach so grandiosen Werk „Eva-Prinzip“ entfacht hat. Ich weiss, dass in Umfragen, mehr als 50 % das Buch für gut befunden haben, allerdings waren unter den Befürwortern mehr als 90 % Männer, die nicht mehr als den Klappentext gelesen haben. Nein, ich bin keine Neuzeit-Alice Schwarzer, aber dennoch empfinde ich es als unnötig deinen Beitrag weiter zu kommentieren, Klaus!
Ich weiß ja nich was die annern Leude so denken, aber was Klaus vorschlägt geht mir irgendwie gegen den Strich. Naja, keine Ahnung, aber das können wir nich machen. Wenn meine Tochter mal zu Besuch is, stell ich mich auch an Herd und koch Spinat mit Kartoffeln oder Milchreis oder so. Da hab ich kein Problem mit. Ich guck Sabine jetz auch nich beim Zubereiten in ihrem Cafe zu, nachher denkt sie noch ich wär son Klappskalli wie Klaus hier. Naja, ich hoffe Janine is jetz nich ganz weg. Ich weiß auch nich warum mir das einfällt, aber bei meiner Ex-Frau konnte ich das nie richtig einschätzen naja