Aus dem Archiv: Phantomschmerzen

Rainier Piqual am 14.10.08

Vier ArmeNach dem Walkampf kamen dann die Phantomschmerzen. Auch eine der Folgen, die schon länger in meinem schwarzen Büchlein stand. Und, wenn man sich diese nochmal zu Gemüte führt, fällt auf, daß nicht etwa Peter Popickel der erste Gast vor der gelben Wand war, nein, es war jemand anderes. Ich hatte diesen Umstand doch tatsächlich schon vergessen. Es scheint, als hätte ich diese Folge in der Nacht aufgenommen, es war wohl auf den letzten Drücker, was an sich sehr selten vorkommt. Allerdings fehlt ein wenig das Esprit, muß ich zugeben. Das kommt oft vor bei Geschichten, die für mich schon zum alten Eisen gehören, die aber noch neu vertont werden mussten. Es ist wie das Verliebtsein: Die Ernüchterung folgt auf dem Fuße. Inhaltlich geht es um diese Schmerzen in Verbindung mit dem Reaktorunglück von Tschernobyl. Menschen wurden gezwungen ohne Schutzkleidung im Reaktor aufzuräumen und in Afrika sterben jeden Tag Kinder. Darauf habe ich nicht aufmerksam gemacht. Aber man merkt schon jetzt eine gewisse Routine, die sich ein Jahr später bis in grenzenlose Langeweile steigern sollte. Ich behaupte mal, daß diese Folge zu Unrecht kein Zuschauertipp wurde.

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